Aus den Reaktionen insbesondere unserer aktuellen Crowd funding Aktion haben wir gelernt, daß wir den Gesamtzusammenhang der einzelnen Aktionen unserer Klimafranken Aktivitäten etwas genauer erklären sollten.
Hier also die Erklärung, was Klimafranken ist und will und plant.
Klimafranken ist eine Aktion zum Klimaschutz. Wir sind der Meinung, daß man derzeit Klimaschutz am Besten durch CCS mit biologischen Mitteln machen kann. Der Begriff hierzu heist Bio CCS. CCS steht für Carbon Capture and Storage. Bio bedeutet, wir machen das mit biologischen Mitteln. Anders ausgedrückt, wir pflanzen Bäume und sorgen dafür, daß die Bäume nach ihrem Leben, in dem sie CO2 aufgenommen, das O2 wieder abgegeben und das C als Holz eingelagert haben, nicht verbrannt oder sonst wie biologisch zersetzt werden sondern mit Salz konserviert und eingelagert werden sollen.
Das ist der Kern der Klimafranken Konzeption.
Als Nebeneffekte kommen jetzt noch Dinge wie
- nachwachsende Rohstoffe, insbesondere Pflanzenöl
- Biogas
- Salz
- Magnesium
- Gips
- Landwirtschaftliche Produkte
- Dünger bzw. Humus
- Energie in Form von Wärme und Elektrizität
hinzu.
In der wirklichen Welt soll das alles in Form von Carbon Farms (wir haben noch keinen besseren Namen gefunden) realisiert werden.
Eine Carbon Farm ist eine Farm mit einer Fläche von ca. 30 hektar, die wir der Wüste abgewinnen wollen.
Eine Carbon Farm wird mit Meerwasser und Sonnenlicht versorgt. Mit diesen Ausgangsmaterialien wird dann Trinkwasser gewonnen (Brine Mining Entsalzung) und als Nebenprodukte fallen hier Kalk, Salz (NaCl), Magnesium und noch einige andere Mineralien an.
Das gewonnene Wasser soll zur Bewässerung von Bäumen verwendet werden weil diese sonst in der Wüste nicht wachsen können. Und hier entsteht bereits ein Problem, in der Wüste fehlt nicht nur Wasser sondern initial auch Humus und Nährstoffe im Boden. Mit blankem Wasser gehen vielleicht die Samen auf, richtige Pflanzen wachsen so aber nicht.
Die Lösung für diesen Effekt erkannten wir bei unserer Pilotinstallation in Marokko. Die Lösung heist Aquakultur. Die Leute von der Fischfarm boten uns an unser blankes Wasser für einige Tage durch die Breeding Line laufen zu lassen. Anschließend ist das Wasser für menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet, enthält aber so viele Nährstoffe, daß man damit Pflanzen auch in reinem Sand gleichzeitig bewässern und düngen kann. Damit haben wir also sowohl Wasser als auch Dünger für die geplanten Bäume.
Als Nebeneffekt entstehen hier noch ein finanzieller Vorteil, da man Fische die in unserem Modell hauptsächlich für den Dünger zuständig sind auch gut verkaufen kann.
Damit ergibt sich mit der Fischzucht als Kern einer Carbon Farm eine Quelle für Süßwasser, Dünger und Revenue. D.h. wenn als Kern einer Carbon Farm eine kleine Aquakultur läuft so sind alle Bedürfnisse für die grundlegende Funktion der Farm abgedeckt. Erweiterungen hinsichtlich weiterer Dinge wie Carbon Bäume, Ölbäume für Pflanzenölproduktion, Fischfutter, weitere Tierhaltung etc. kann sich daraus jetzt entwickeln.
Es ist eine Grundversorgung mit Wasser, Dünger und Verkaufsertrag ist so möglich.
Die im Carbon Farm Projekt verwendeten Fische werden in Süßwasser geboren bzw. ausgebrütet aber im Salzwasser aufgezogen und gemästet. Damit ist die Versorgung mit frischem Wasser sehr einfach. Das mit Nährstoffen angereicherte Salzwasser kann in einem zweiten Kreislauf (dem Salzwasserkreislauf) gereinigt werden. Bei der Reinigung mit Ulva entsteht hier erhebliche Biomasse, die zum Teil wieder direkt als Fischfutter verwendet werden kann. Zusätzlich kann Ulva als Futter für BSF verwendet werden und eine Nutzung zur Biogasherstellung und zum Kompostaufbau sind möglich. Die BSF können anschließend als Fischfutter dienen.
Die weitere Entwicklung der jeweiligen Carbon Farmen wird dann individuell erfolgen. Alle Carbon Farms haben gemeinsam, daß Sie mittels BIO CCS CO2 einsammeln und dieses CO2 dann langfristig (wir sprechen hier über mehrere tausend Jahre) einlagern.
Mit Hilfe dieser Methode ist es möglich, CO2 zu einem Preis von ca. 50 € pro Tonne wirklich aus dem Verkehr zu ziehen. Dieses Verfahren ist damit erheblich einfacher, kostengünstiger und vor Allem kurzfristig umsetzbar.